Das Hamburg Cruise Days Logbuch, Teil VI: Träume, Fernweh und ein Finale nach Maß – auf Wiedersehen, Ihr Schönen der Meere!
Am Sonntagabend gingen sie zu Ende, die ersten Hamburg Cruise Days. Nach einem letzten Tag mit zwei Kreuzfahrern im Hafen, nach einem letzten Elbtörn mit der Sedov am Mittag, nach der zweiten Auslaufparade am Wochenende erlosch am 3. August gegen 23 Uhr auch der MERIAN Blue Port. Fazit: Es waren fünf hinreißende Tage rund um Kreuzfahrten, Schiffe und große Emotionen

Es wurde noch einmal richtig voll am Hafen. Dank des schönen Wetters, das entgegen aller Prognosen einmal mehr mit viel Sonne glänzte, kamen wieder viele Zehntausend Menschen an den Hafen, um einen Blick auf die angedockten weißen Kreuzfahrer MS Columbus und MS Astor zu werfen. Viele Besucher waren früh aufgestanden (oder lange aufgeblieben), um sich auf dem traditionellen Hamburger Fischmarkt zu vergnügen und parallel den Einlauf der beiden Passagierschiffe zu beobachten. Einige blieben gleich am Hafen, um gegen 11.30 Uhr ein letztes Mal mit der Sedov in See zu stechen und eine fünfstündige Elbfahrt zu unternehmen.
Auch die Kreuzfahrt-Messe „Meer erleben“ im Empire Riverside Hotel verzeichnete reges Interesse von Touristen und Einheimischen. Die Sehnsucht und Lust auf eine Reise mit den schönen Schiffen, die in den vergangenen fünf Tagen Hamburg anliefen, war durch die Erlebnisse während der Hamburg Cruise Days ordentlich geschürt worden. „Wenn man diese Schiffe hier so liegen sieht, bekommt man einfach große Lust, auch einmal mit dabei zu sein“, sagte
Peter Gerlach aus Nordrhein-Westfalen, der sein persönliches Hamburg- und Kreuzfahrer-Wochenende mit einem Besuch im Empire Riverside Hotel abrundete: „Mich haben die Tage so begeistert, dass ich meine nächste Reise ganz sicher mit einem Kreuzfahrtschiff unternehmen werde. Und das am liebsten von Hamburg aus.“Ihn zog es, wie noch einmal Zehntausende, am Nachmittag Richtung Landungsbrücken und in die HafenCity, wo die Bühnen erneut mit einem bunten Programm aus Live-Musik, Talk und Aktionen bespielt wurden. Auch die Walking Acts (l.) trieben noch einmal ihr originelles Unwesen an den Landungsbrücken – und vertrieben so den „Sehleuten“ die Zeit bis zum Finale am Abend.
Etwas früher als am Sonnabend, formierten sich am Sonntag bereits gegen 20.30 Uhr die MS Columbus, die MS Astor, die Sedov sowie Hamburgs Lokalmatador, die Cap San Diego, zur finalen Auslaufparade. Angeführt von dem russischen Viermaster, zogen die vier Schiffe in Formation gemächlich davon, während der MERIAN Blue Port ein letztes Mal seine blaue Faszination entfaltete. Als sie langsam am Horizont verschwanden, gab ein Feuerwerk gegenüber den Landungsbrücken den Startschuss für den Schlussakt: Der Zauber des MERIAN Blue Port fand ein Ende, die gut 2.000 Lichtquellen, mit denen Lichtkünstler Michael Batz den Hafen zu einem bewegten Kunstwerk gemacht hatte, erloschen nach und nach – und machten wieder Platz für das üblicherweise den Hafen dominierende orange Licht der Container-Terminals. Die Hamburg Cruise Days 2008 waren zu Ende.

Das Fazit der Veranstalter und Verantwortlichen fällt höchst positiv aus: Zwischen 500.000 und 600.000 Besucher an den fünf Tagen sprechen eine deutliche Sprache. „Unser Ziel ist damit zu Hundert Prozent erfüllt“, sagt Thorsten Kausch (Foto), Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH. „Wir wollten neue Bilder transportieren, besonders die Verbindung des
Hamburger Hafens mit Kunst.“ Es sind Bilder, die nicht nur durch Hamburg und Deutschland gingen, sondern hinaus in die Welt. Eine schönere, stimmigere Werbung für Hamburg und die Seefahrt, für die Kreuzfahrt und die Faszination großer Schiffe kann es nicht geben.Auch die Reedereien, die Gastronomie und der Einzelhandel gaben positive Rückmeldungen. So waren die zahlreichen Passagen rund um den Jungfernstieg, die mit Ausstellungen, Kreuzfahrtmessen oder Live-Programm ihren Teil zu den Cruise Days beitrugen, über die gesamten Tage überdurchschnittlich gut besucht – strahlte doch das Flair des Hafens bis hinein in die Innenstadt. Und die vielen Hundert Gäste, die in den vergangenen Tagen einen Elbtörn mit der Sedov oder der Cap San Diego unternahmen, blicken nun auf eine Erinnerung zurück, die unmittelbar mit Hamburg und der Sehnsucht nach der Weite des Meeres und der Faszination des Wassers verknüpft sind.
Beglückende Momente en masse, zufriedene Veranstalter, mehr als eine halbe Million Besucher, eine heiße Tanznacht auf der Elbe im Rahmen der ersten Cruise Night sowie unvergessliche Momente im Rahmen der beiden großen Auslaufparaden lassen nur einen Schluss zu: Die Hamburg Cruise Days sind eine Bereicherung für die Hansestadt. Hier befruchtet sich, was zusammen gehört – eine maritime Stadt, große schöne Schiffe und mit dem Hafen ein begehbarer und erlebbarer Kunstraum, wie er einzigartig in Deutschland ist.





